Zeitumstellung

Am 30. Oktober 2016 werden die Uhren umgestellt

Was haben Gartenmöbel mit der Zeitumstellung zu tun?

Am Wochenende steht wieder die Zeitumstellung an und viele Leute quält die Frage „Muss ich jetzt die Uhr um eine Stunde vor oder zurück stellen?“.

Da gibt es eine Reihe von Merksätzen, die es leichter machen: für Weltenbummler „spring forward, fall back“ oder für Bodenständige „Im Frühjahr kommen die Gartenmöbel VORS Haus und im Herbst wieder ZURÜCK ins Haus“. Das sind aber nur Äußerlichkeiten, für Diskussionen sorgt der Sinn und Zweck der Zeitumstellung von Normal- („Winter“-) auf Sommerzeit.

Zeitumstellung

Zwei Mal im Jahr die Zeit umstellen und den Tag länger genießen. Bild: Fotolia #118810587 © Zerbor

Die Zeit sinnvoll nutzen

Die Geschichte der Sommerzeit in Deutschland ist lang: Im Kaiserreich wurde schon vor 100 Jahren die Zeit zwei Mal im Jahr umgestellt, um den „natürlichen Zeitrhythmus“ an die längere Helligkeit anzugleichen, wie es hieß. Der Versuch wurde schon nach drei Jahren wieder eingestellt. Jahre später, während des Dritten Reichs, gab es wieder einen neuen Anlauf. Damals war die Begründung, dass dadurch das Tageslicht besser ausgenutzt werden könne und somit eine Stunde mehr Arbeitszeit zur Verfügung stünde – auf die ganze Bevölkerung umgerechnet
ein nicht unerheblicher ökonomischer Faktor. Nach dem Krieg kam aus dem gleichen Grund zur Sommerzeit von Ende März bis Ende September noch die Hoch-Sommerzeit von Mai bis Juni hinzu: Hier wurde die Uhr um eine weitere Stunde vorgestellt. Durch die weitestgehend zerstörte Infrastruktur kam der Ausnutzung des Tageslichts eine bedeutende Rolle zu.

Von 1950 bis 1979 tat sich in Deutschland nichts mehr – die Uhren zeigten das ganze Jahr über die gleiche Zeit. Doch dann konnte sich Deutschland nicht mehr gegen den Druck der anderen europäischen Länder wehren und die Sommerzeit wurde eingeführt. Seit 1996 wird die Uhr europaweit an den gleichen Tagen vor- und zurückgestellt.

Zeitumstellung abschaffen oder beibehalten?

Der damalige Grund, Energie einzusparen, hat sich mit der Zeit als falsch erwiesen. Gegner fordern nun, dass nicht mehr an der Uhr gedreht wird. Ob das ganze Jahr Normalzeit oder Sommerzeit gelten soll, darüber sind sie sich jedoch nicht einig. Als Argument dagegen werden oft gesundheitliche Auswirkungen angeführt – bei einer Fernreise über viele Zeitzonen sehen das die gleichen Menschen aber als nicht problematisch an. Dabei liegen die Vorteile klar auf der Hand: in der kalten Jahreszeit wird es morgens zwischen 7 und 8 Uhr hell und im Sommer kann auch der Werktätige nach seinem Arbeitstag die warme Jahreszeit auf der Terrasse, im Biergarten oder im Schwimmbad eine Stunde länger genießen. Alleine das lohnt zwei Mal im Jahr den Gang zur Uhr, so bleibt man beweglich.

Oder wie haltet Ihr es?

Zuletzt aktualisiert am 27. Oktober 2016.