"Bei der Stadt gut angelegt"

Schwäbisch Hall, 08. Mai 2014

Fotograf: Ufuk Arslan

Die VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim sieht sich auf einem guten Weg. Das wird von der Vertreterversammlung honoriert. Nur bei der Vergütung des Aufsichtsrats gibt es etwas Diskussionsbedarf.

Höheres Kundengeschäftsvolumen (knapp 3,4 Milliarden Euro), höhere Bilanzsumme (rund 1,825 Milliarden Euro), mittlerweile über 60.000 Mitglieder: Die Zahlen, die der Vorstandsvorsitzende Eberhard Spies den Vertretern für 2013 präsentierte, stießen auf Anerkennung. Sie waren bereits bekannt, schließlich hatte der Vorstand diese auch schon bei den 33 Mitgliederforen präsentiert.

Die Vertreterversammlung ist allerdings das wichtigste Organ einer Genossenschaftsbank. Sie entscheidet über die Gewinnverwendung, die Besetzung des Aufsichtsrats und über wichtige Änderungen. Angesichts der Bilanz, die von BWGV-Verbandsdirektor Gerhard Schorr ausdrücklich gelobt wurde, gab es bei der Gewinnverwendung und der Entlastung des Vorstands sowie des Aufsichtsrats keinerlei Diskussionsbedarf. Auch die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder erfolgte einstimmig, neues Aufsichtsratsmitglied ist der 45-jährige Stefan Schmidt-Weiss, Mitglied der Geschäftsführung des Bauunternehmens Leonhard Weiss (siehe Info-Kasten).

Lediglich bei der Erhöhung der Aufsichtsratsvergütung waren einige Vertreter nicht einverstanden. Die Erhöhung von 70.000 auf 90.000 Euro pro Jahr sei "nicht gerechtfertigt, auch wenn der Aufsichtsrat gute Arbeit leistet", so ein Mitglied. Spies und der Aufsichtsratsvorsitzende Armin Rapp argumentierten, dass die Ansprüche an die Aufsichtsräte deutlich angestiegen seien. Letztlich stimmten fast 90 Prozent der Vertreter für die Anhebung.

Manchmal müssen die Vertreter auch schmunzeln

Aufgrund der einzuhaltenden Regularien war die Vertreterversammlung zeitweise etwas trocken, doch immer wieder mussten die Gäste in der Bausparkasse auch schmunzeln. So versicherte Oberbürgermeister Pelgrim in seinem Grußwort, dass die Gewerbesteuern - rund 1,8 Millionen Euro - bei der Stadt gut angelegt seien. Aufsichtsratsvorsitzender Armin Rapp konterte umgehend: "Dann könnten Sie ja einen Kurs für Anlageberater geben."

Eberhard Spies deutete die Bilanz als gelungenes Teamergebnis, alle Mitarbeiter hätten dazu beigetragen. "Wir befinden uns auf einem guten Weg." Und er betonte, dass die Genossenschaftsbank sich nicht reinreden ließe. "Nur wer unabhängig ist, kann in der Sache entscheiden."

Quelle: Haller Tagblatt, 08. Mai 2014